Sonntag, 16. November 2014

Mein Beitrag zu den "5 a Day": Boozy Schokokuchen mit Zucchini.

Schokokuchen mit Zucchini von Seelenschmeichelei.blogspot.de

Ganze fünf Portionen Obst & Gemüse soll man jeden Tag verputzen. Saperlot (<- hätte mein Opa jetzt gesagt)! Das ist ´ne ganze Menge. Andererseits steht ja nirgendwo geschrieben, dass man diese fünf Portionen nur in Form von Salat und Gemüsesticks zu sich nehmen soll. Deshalb hab ich das Gemüse heute mal in den Kuchen geworfen. 

Schokokuchen mit Zucchini von Seelenschmeichelei.blogspot.de

Eine ganze Zucchini versteckt sich in diesem supersaftigen Schokokuchen. Klingt komisch? Schmeckt aber gar nicht so. Denn Zucchini sind ja - vorsichtig formuliert - ein eher neutral schmeckendes Gemüse. Den Kuchen machen die Zucchini-Raspel einfahc wunderbar saftig. Und gleichzeitig ziemlich leicht für einen Schokokuchen. Wie "klitschig" der Kuchen ist, könnt ihr selbst bestimmen. Mögt ihr ihn etwas trockener, lasst ihr ihn einfach fünf bis zehn Minuten länger im Ofen als unten angegeben.

Schokokuchen mit Zucchini von Seelenschmeichelei.blogspot.de

Schokokuchen mit Zucchini von Seelenschmeichelei.blogspot.de

Schokokuchen mit Zucchini von Seelenschmeichelei.blogspot.de

Mein Rezept verwendet ziemlich wenig Zucker - weil mir die meisten Kuchen einfach viel zu süß sind. Richtige Süßschnuten nehmen einfach 20-30g Zucker mehr. Statt Dinkelmehl könnt ihr wie immer auch Weizenmehl verwenden. Ich liebe den etwas kräftigeren Geschmack von Dinkelmehl. Und ganz nebenbei enthält es auch noch höherwertigeres Eiweiß, mehr Vitamine und Mineralstoffe als Weizenmehl. 

Schokokuchen mit Zucchini von Seelenschmeichelei.blogspot.de

Bei der Schokolade gilt: Die Schokolade, die ihr gern esst, die macht sich auch gut im Kuchen. Wer´s nicht boozy mag, kann den Rum ersatzlos streichen.

Schokokuchen mit Zucchini von Seelenschmeichelei.blogspot.de

Rezept für einen Schokoladen Zucchini Kuchen


250g Dinkelmehl
30g Kakaopulver
170g zimmerwarme Butter plus etwas für die Form
170g Roh-Rohrzucker (z. B. Muskovado)
2 Eier
100g dunkle Schokolade (ich nehme eine mit 70% Kakaoanteil)
200g Zucchini (entspricht einer mittelgroßen Zucchini)
100ml Milch
5 Esslöffel Rum
1 TL Backpulver
1 Prise Salz

Für die Glasur
80ml Sahne
100g dunkle Schokolade
20g Butter

Den Ofen auf 175° Umluft vorheizen. Eine kleine Kastenform fetten.

Schokolade und Zucchini fein raspeln. 

Mehl, Kakaopulver, Salz und Backpulver in einer Schüssel vermengen.

Butter und Zucker etwa 5 Minuten lang schaumig schlagen. Dann nacheinander die Eier unterrühren. Das erste Ei sollte sich erst gut mit der Masse verbunden haben, bevor das zweite dazu kommt.

Die Mehlmischung abwechselnd mit Milch und Rum unter die Butter-Zucker-Ei-Masse geben und gut vermengen. Zu guter Letzt Schokoladen- und Zucchiniraspeln unterheben.

Den Teig in die Form geben und ab in den Ofen. Für etwa 60 Minuten. Die Stäbchenprobe zeigt, ob der Kuchen fertig ist.

Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Für die Glasur die Sahne aufkochen. Die Schokolade in Stücke brechen und in der Sahne schmelzen lassen. Butter unterrühren, das sorgt für einen schönen Glanz.

Die Glasur auf dem Kuchen verteilen und fest werden lassen. Wer mag, streut vorher noch eine Handvoll Nüsse darüber. 

Schokokuchen mit Zucchini von Seelenschmeichelei.blogspot.de

Schokokuchen mit Zucchini von Seelenschmeichelei.blogspot.de


Ich schnapp mir jetzt gleich mal das nächste Stück Kuchen. 5 a Day - ihr wisst schon...

Genießt den Tag
Conny

Sonntag, 9. November 2014

{Kürbisgnocchi mit Salbeibutter} Das perfekte Sonntags Soulfood.


Ich war Elf, als ich das erste Mal geschmuggelt habe. Vorsätzlich, mit einer wilden Mischung aus unbeirrter Entschlossenheit und einer Heidenangst. Gegenstand des Verbrechens war nichts weniger als eine Bravo. Die Tragweite dieser Tat versteht man nur dann, wenn man weiß, dass die Bravo das ultimative Must have aller Teenager der Achtziger. Die Foto Love Stories der Bravo waren quasi unser Youtube. Und dank Dr. Sommer wussten wir, dass man vom Küssen keinesfalls schwanger werden kann.

Diese Bravo habe ich über die deutsch-deutsche Grenze geschmuggelt. Sie war für meine Großcousins bestimmt, die in einer Welt aufwuchsen, in der sie nicht mal schnell zum Kiosk gehen und sich eine Cola oder ein Eis oder eben eine Bravo kaufen konnten. Wenn nicht genug Devisen im Land waren, um Rohkakao zu erwerben, gab es statt (ohnehin sündhaft teurer) Schokolade nur Schokoladenersatzprodukte. 



Der Auftakt unserer Besuche bei den Verwandten in der Deutschen Demokratischen Republik waren für mich immer von einer ganz widersprüchlichen Gefühlsmischung begleitet. Freude auf die Familie. Angst am Grenzübergang Rudolphstein mit dem Todesstreifen und den schwer bewaffneten Grenzern. Beklemmung angesichts der üblichen Behörden-Gängeleien wie der Meldepflicht (als "Eingeladener" musste man sich binnen 24 Stunden nach Ankunft bei der Volkspolizei "melden". Wehe, man betrat die Meldestelle mit einem fröhlichen Gruß oder einem flotten Spruch. Dann wartete man gleich ein Stündchen länger). Bestürzung über den fiesen Kohlendreck und das allgegenwärtige Grau. Und Staunen darüber, wie es Tante und Onkel doch wieder geschafft hatten, trotz leerer Auslagen und absurd hoher Preise einen Sonntagsbraten für den Besuch aus dem Westen zu organisieren. 


Einen Sonntagsbraten gibt es auch heute nicht. Sondern ein absolut fabelhaftes vegetarisches Gericht aus ganz einfachen Zutaten. Ein Kürbis, ein paar Kartoffeln, etwas Butter, etwas Mehl und ein bisschen Salbei - mehr braucht es nicht für diese wunderbaren Kürbisgnocchi mit Salbeibutter.



Die serviere ich heute mit einer großen Portion Freude. Darüber, dass mutige Menschen vor 25 Jahren friedlich für ihre Freiheit gekämpft haben. Und damit Erfolg hatten. 


Kürbisgnocchi mit Salbeibutter


1 kleiner Hokkaido Kürbis
3 mittelgroße mehlig kochende Kartoffeln
125g Dinkelmehl
Frisch geriebene Muskatnuss
Meersalz
Frisch gemahlener Pfeffer

50g Butter
10 Salbeiblätter, gewaschen und trocken getupft
50g Parmesan, gerieben

Den Backofen auf 180° Umluft vorheizen.

Den Kürbis waschen und in Spalten teilen. Dabei das weiche Innere mit den Kürbiskernen heraus schaben. Die Kartoffeln waschen und der Länge nach vierteln.

Alles auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und in 35 bis 40 Minuten weich garen. Dann etwas auskühlen lassen. 

Kürbis und Kartoffeln stückweise ungeschält durch die Presse drücken - die Schale bleibt in der Presse hängen und kann ganz leicht entfernt werden. Es sollten etwa 500g Kürbis und 250g Kartoffeln sein.

Wer keine Kartoffelpresse hat, der stampft Kartoffeln und Kürbis mit einem Püree-Stampfer.

Jetzt das Mehl unter das Püree rühren und mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen. Den Teig etwa eine halbe Stunde ruhen lassen.

Einen großen Topf mit leicht gesalzenem Wasser aufsetzen. Mit zwei Löffeln Nocken formen und ins siedende Wasser geben. Bei kleiner Hitze etwa 3 Minuten simmern lassen. Wenn sie an die Oberfläche steigen, sind sie fertig. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen und gut abtropfen lassen.

Die Butter in einem kleinen Topf zerlassen. Wenn sie anfängt zu bräunen, die Salbeiblätter hinein geben und kurz ziehen lassen. Die Gnocchi in der Salbeibutter schwenken und mit Parmesan bestreut servieren.



Erinnert ihr euch noch an die Zeiten, in denen es BRD und DDR gab? Habt ihr persönliche Mauer-Geschichten? Ich freue mich, wenn ihr sie in den Kommentaren erzählt.

Habt einen wundervollen Tag.
Conny


Freitag, 31. Oktober 2014

Pumpkin Spice Latte? Ha! Hier kommt ein Pumpkin Spice Gugelhupf mit Äpfeln und brauner Butter


Es war letztes Jahr bei allerschönstem T-Shirt-Wetter in North Carolina, als mir meine amerikanische Freundin Aimee mit den Worten "Awesome! Pumpkin Spice Latte is back!" einen riesigen Pappbecher unter die Nase hielt. Ich vermutete das Schlimmste. Kürbis? Im Kaffee? Oh my! Die Vorstellung fand ich weniger "Awesome!" als "Awful!". 


Wie genau ich auf die Idee kam, dass in Pumpkin Spice Pumpkin drin ist, weiß ich heute auch nicht mehr so genau. In Gyros Gewürz ist ja auch kein Gyros drin.

Pumpkin Spice ist natürlich nicht Gewürz aus Kürbis, sondern Gewürz für Kürbis. Genauer gesagt: Für den traditionellen Pumpkin Pie. Es besteht aus Zimt, Muskat oder Muskatblüte (mal findet man Muskat, mal Macis in den Rezepten), Nelken, Ingwer und Piment. Und verträgt sich nicht nur ganz famos mit Kaffee und Kürbis, sondern auch mit diesem Gugelhupf.



Dieser Gugelhupf ist keiner von der trockenen Sorte. Ich hab nämlich ordentlich geriebene Äpfel in ihm versteckt. Die machen ihn supersaftig. Und passt ziemlich perfekt zum Pumkin Spice.

Die andere geheime Zutat ist braune Butter. Ich halte Butter (Wichtig: gute! Butter. Von Kühen aus Weidehaltung.) ja ohnehin für ein großartiges Lebensmittel. (Frisch gebackenes Bauernbrot mit Butter und Fleur de Sel könnte der Grund sein, warum ich auf gar keinen Fall vegan leben möchte.) Braune Butter setzt dem Ganzen dann nochmal das Krönchen auf. Sie schmeckt nussig-aromatisch und ist einfach umwerfend für Gebackenes (z. B. diesen Heidesand). Ganz toll machen sich ein paar Tröpfchen braune Butter aber auch auf gedünstetem Gemüse. Und braten kann man mit ihr auch. Weil sie - im Gegensatz zu Butter - kein Wasser mehr enthält, das in der Pfanne rumspritzen kann.

Braune Butter bekommt man ganz einfach, indem man Butter bei milder Hitze zum Kochen bringt. Dabei steigt das Eiweiß der Butter erst nach oben. Und sinkt dann auf den Topfboden ab, wo es anfängt zu bräunen und der Butter diesen nussig-karamellig-aromatischen Geschmack verleiht. 




Es spräche natürlich auch gar nichts dagegen, den Gugelhupf mit einem Pumpkin Spice Guss aus Milch, ein paar Tröpfchen brauner Butter, Puderzucker und einer ordentlichen Prise Pumpkin Spice zu bepinseln. Das ist vor allem dann eine gute Idee, wenn man den Kuchen länger aufheben möchte, weil er dann noch saftiger bleibt. Andererseits ist "Aufheben" bei diesem Gugelhupf eigentlich so gar keine Option...




Rezept für einen Pumpkin Spice Gugelhupf


400g helles Dinkelmehl
250g brauner Zucker, z. B. Muskovado
200g Butter
4 Eier
200ml Buttermilch
2 Äpfel
2 gestrichene Teelöffel Backpulver
1 gestrichener Teelöffel Natron
1 Prise Salz

Pumpkin Spice, bestehend aus:
2 Teelöffel gemahlener Zimt
1/2 Teelöffel gemahlener Piment
1/2 Teelöffel gemahlener Ingwer
1 Teelöffel gemahlene Muskatblüte (Macis)
1/4 Teelöffel gemahlene Nelken

Puderzucker zum Bestäuben

Die Butter in einem Topf erhitzen und auf kleiner Hitze köcheln lassen, bis sie braun wird und aromatisch-nussig duftet. Das dauert seine Zeit. Kommt aber bloß nicht auf die Idee, dabei den Topf aus den Augen zu lassen. Denn zwischen duftender brauner Butter und verbranntem Elend liegen nur wenige Sekunden. Lasst die braune Butter abkühlen, bis sie wieder anfängt, fest zu werden.

Eine Gugelhupfform ausbuttern und mit etwas Mehl bepudern. 

Mehl, Pumpkin Spice, Salz, Backpulver und Natron in einer Schüssel mischen.

Die Äpfel schälen, vom Kerngehäuse befreien und fein raspeln.

Zucker und abgekühlte Butter mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine aufschlagen. Dann die Eier nacheinander in die Schüssel geben. Jedes Ei sollte sich gut mit der Masse verbunden haben, bevor ihr das Nächste dazu gebt.

Gebt nun die Buttermilch, die Mehlmischung und die Apfelraspel zum Teig und vermengt alles.

Den Teig in die Form geben und ab damit in den Ofen. 170° Umluft, etwa eine Stunde. Die Stäbchenprobe verrät, ob der Kuchen fertig ist.

Auf ein Kuchengitter stürzen und abkühlen lassen. Mit Puderzucker bestäuben - und nix wie ran an die Kuchengabeln.





Dieses Jahr gibt´s bei uns übrigens keine Poshy Pumpkins. Ich wollte nämlich un*be*dingt diese niedlichen weißen Baby Boo Kürbisse haben. War ja irgendwie klar, dass ich über ein halbes Dutzend Gemüsestände latsche und nur einen einzigen Baby Boo auftreiben kann. Also wurde kurzerhand ein halbes Dutzend ordinärer orangefarbener Zierkürbisse eingesackt. Und (gemeinsam mit dem Balkonboden) einfach weiß angesprüht. Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.... ihr wisst schon.

Genießt den Tag - ich stell dann gleich mal die Klingel ab und hoffe auf einen ruhigen Abend ohne Halloween-Gebimmel.

Conny

Samstag, 25. Oktober 2014

Beschwippster Gockel. Oder auch: Coq au Vin auf meine Art. Fingerlickin´ köstlich!


Es gibt Gerichte, die spielten in meiner kulinarischen Frühprägung - vulgo: Kindheit - so gar keine Rolle. Königsberger Klopse gehören dazu. Nudelsalat, Jägerschnitzel, Frankfurter Grüne Soße und Currywurst auch. All das kannte ich zwar vom Hörensagen - auf den Tisch gekommen ist´s aber nie. Man könnte gerade zu sagen, dass ich currywurstentwicklungsverzögert bin. Meine erste aß ich mit 21. In den letzten 18 Jahre sind gerade mal fünf oder sechs Currywürste dazu gekommen. Alle an windigen Imbissbuden gegen drei Uhr sechsundfünfzig Morgens verdrückt. Ihr merkt schon: Currwurst ist nicht mein Thema. 

Bei einem anderen Klassiker ist es überaus schade, dass ich den nicht schon viel früher entdeckt habe! Coq au Vin. Ein Klassiker der französischen Landhausküche. Klingt kompliziert - ist aber genau das Gegenteil. Man wirft einfach einen Haufen gute Zutaten in einen Topf, schmort das Ganze stundenlang auf kleiner Flamme - und heraus kommt etwas ganz und gar fingerlicking-köstliches. 







Unter gar keinen Umständen sollte man an Qualität des Gockels sparen. Überhaupt ist ein Coq au Vin im Original ein männlicher Hahn. Die kriegt man aber nicht wirklich bei uns. Ich hab mich daher für ein französisches Maishuhn aus Freilandhaltung (erkennt man am "Label Rouge") entschieden. Seine ziemlich gelbe Farbe stammt von den Maiskörnern, mit denen es gefüttert wurde.

Der Wein, in dem es sich der Gockel gemütlich macht, sollte auch ein einigermßaen guter sein - aber kein erstklassiger. Ein Spätburgunder ohne Barrique-Note würde passen. Aber auch ein schöner deutscher oder österreichischer Zweigelt.

In mein Coq au Vin kommt neben dem Huhn noch ordentlich Gemüse. Pastinaken, Karotten, Champignons, Zwiebeln. Wer das geschmorte Gemüse nicht mag, der fischt es vor dem Servieren heraus. Oder lässt Pastinaken und Karotten gleich ganz weg. Das ist ja überhaupt das Schöne an ländlichen Schmorgerichten. So richtig viel falsch machen kann man nicht - und die Varianten sind so groß wie der Hunger des Gatten nach einem Sonntagsspaziergang.






Rezept für Coq au Vin auf meine Art (4 Personen)


Ein Maishähnchen von etwa 1,2 bis 1-5 kg
Eine Flasche Rotwein, z. B. ein Spätburgunder. Es spräche aber auch nichts gegen einen schönen Zweigelt.
300g kleine braune Champignons
4 Karotten
2 Pastinaken
6 Lorbeerblätter
1 Bund Thymian
1/2 Bund Petersilie
Die Schale von einer Bio-Zitrone
250ml guter Hühnerfond
250g Schalotten, geviertelt
2 Knoblauchzehen, angedrückt
6 Pimentkörner, angedrückt
10 schwarze Pefferkörner, angedrückt
1 Scheibe milder Räucherspeck, etwa einen halben Zentimeter dick
2 Esslöffel Gänse- oder Butterschmalz
2 Esslöffel Mehl
Meersalz

Aus dem Rotwein, 3 Lorbeerblättern, der Hälfte Thymian und Petersilie, den Knoblauchzehen, der Zitronenschale, zwei Schalotten einer in Scheibchen geschnittenen Karotte, den Piment- und Pfefferkörnern eine Marinade rühren. 

Das Hähnchen in 8 Teile zerlegen (2 Keulen, 2 Flügen und die Brust vierteln) und zwischen 6 und 12 Stunden in der Marinade ziehen lassen.

Die Champignons putzen und falls nötig halbieren oder vierteln. Die Schalotten vierteln. Karotten und Pastinaken in grobe Stifte schneiden. Den Speck würfeln.

Die Hähnchenteile aus der Marinade nehmen und trocken tupfen. Die Marinade durch ein Sieb gießen. Die festen Bestandteile der Marinade können weg.

In einem großen Schmortopf das Fett erhitzen und die Hähnchenteile rund herum scharf anbraten. Herausnehmen. Den Speck im Bratfett auslassen, dann das ganze Gemüse dazu geben und ebenfalls anrösten. Mit dem Mehl bestäuben und mit dem Rotwein ablöschen. Kurz aufkochen lassen, dann wandern Geflügelfond, Hühnerteile, die übrigen Lorbeerblätter und der Thymian in den Topf.

Bei kleiner Hitze etwa 40 Minuten mit geschlossenem Deckel schmoren. Deckel runter - und nochmal 40 Minuten schmoren. Zu guter Letzt nur noch Lorbeerblätter und Thymianzweige heraus fischen und alles mit gehackter Petersilie bestreuen. Bon Appetit!

Zum Coq au Vin schmeckt selbst gemachter Kartoffelbrei. Oder - typisch französisch - einfach etwas Baguette, um die köstliche Soße aufzutunken.






Kocht ihr am Wochenende gern mal aufwändiger? Oder muss es immer schön schnell gehen?

Genießt den Tag!

Conny